Nach dem frühen Traumtor von Andreas Mansfeld kassierten die Speldorfer den 1:1-Ausgleich erst in der 92. Minute.
Nachbarschaftsderby vor Rekordkulisse musste zweimal unterbrochen werden
FUSSBALL OBERLIGAVfB Speldorf Rot-Weiß Oberhausen 1:1 (1:0) Tore: 1:0 Andreas Mansfeld (11. Minute); 1:1 Marc-André Narewsky (92.) VfB: Niijhuis - Janßen, Flöth, Synowiec, Schmugge, Ulrich (ab 78. Krakala), Egler, Mansfeld, Schirru (ab 85, Kurt), Ferreira, Benedyk (ab 96. Rommel) RWO: Semmler - Uster, Pappas, B. Reichert (ab 46. Jansen), Narewsky, Robben (ab 93. Embers), Terranova, Aksoy (ab 75. Stiepermann), T. Reichert, Landers, Celik Schiedsrichter: Detlef Scheppe (Wenden) Gelbe Karten: 4 für Speldorf (Schirru, Ferreirra, Schmugge, Synowiec); 2 für RWO (Narewsky, Robben).
Rekordkulisse mit 2700 Zuschauern im Stadion am Blötter Weg, hochklassiger und spannender Fußball und ein 1:1 (1:0)-Unentschieden am Ende einer fairen Partie: Das Nachbarschafts-Derby in der Oberliga zwischen dem VfB Speldorf und Rot-Weiß Oberhausen erfüllte am Blötter Weg alle Voraussetzungen für ein wunderschönes Fußballfest. Doch ein paar Randalierer verdarben die tolle Atmosphäre im Stadion am Blötter Weg, störten den Spielablauf und dämpften die Begeisterung der Fans.
In der Kurve, die der Anhängerschar des SC Rot-Weiß Oberhausen vorbehalten war, kam es zu Zusammenstößen zwischen Hooligans, Ordnungsdienst und Polizei. Zweimal - erst sieben und dann noch einmal drei Minuten lang - musste die Oberligapartie deshalb unterbrochen werden. Bevor die ersten Ausschreitungen in der 53. Minute den Spielfluss zum Stocken brachten, hatte Gastgeber VfB Speldorf mit einem furiosen Start diesem Match seinen Stempel aufgedrückt.
Schon nach drei Minuten hatte Damiano Schirru nach einer tollen Vorlage von Marco Ferreira das 1:0 für dem VfB auf dem Fuß, scheiterte aber am gut reagierenden RWO-Torwart Christoph Semmler. Krzysztof Benedyk köpfte zwei Minuten später nach einer Flanke von Schirru den Ball an den Pfosten und scheiterte kurz darauf mit seinem zweiten Kopfball nach einem von Christian Flöth ausgeführten Freistoß erneut an Keeper Semmler. Das riss die VfB-Fans auf der Tribüne von ihren Sitzen. Zeit zum Platznehmen blieb ihnen nicht: In der neunten Minute
prüfte Rafael Synowiec RWO-Schlussmann Semmler mit einem Aufsetzer aus 25 Metern Entfernung. Noch besser - und erfolgreicher war der Fernschuss von Andreas Mansfeld, der Oberhausens Keeper keine Chance ließ und die 1:0-Führung für den VfB erzielte (11. Minute). Synowiec und Mansfeld zählten in einem Speldorfer Team ohne Schwachpunkte zu den herausragenden Akteuren.
Am Ende der ersten Hälfte wurde VfB-Torwart Gregor Nijhuis eine paarmal geprüft. Er parierte Schüsse der Oberhausener Jens Robben und Marc-André Narewsky. Glück hatten Nijhuis und das VfB-Team, als Abwehrspieler Christian Flöth bei einem Klärungsversuch der Ball abrutschte und schräg am eigenen Tor vorbei ins Aus flog.
Der VfB rettete den 1:0-Vorsprung in die Pause und startete auch mit Volldampf in die zweite Hälfte. In der 51. Minute musste RWO-Verteidiger Marcel Landers bei einem Schuss von Thorsten Schmugge rettend eingreifen, dann stand minutenlang die Randale auf den Rängen im Blickpunkt. Als der souverän leittende Schiedsrichter Detlef Scheppe nach einer siebenminütigen Unterbrechung die Partie wieder anpfiff, bestimmten die auf den Ausgleich drängenden Oberhausener das Geschehen. Aber erst nach einer weiteren von den Randalierern verursachten Pause kam Marc-André Narewsky aus dem Gewühl heraus doch noch zum Zuge und erzielte in der Verlängerung das 1:1 für RWO (92. Minute).
Quelle:
NRZ